Infos über Flüchtlinge in Bad Hall

Die Idee

"Wenn viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, viele kleine Dinge tun, verändern sie das Angesicht der Erde"!

 

Dieses afrikanische Sprichwort ist uns für die Asylwerber/innenbetreuung in Bad Hall wichtig. ImFebruar 2015 sind die ersten 10 Personen im Pfarrhof Bad Hall eingezogen. Uns als Pfarrgemeinderat ist es wichtig, dass wir den Grundsatz der Nächstenliebe in Tat umsetzen. Daher engagieren sich viele Leute aus unserer Pfarre, aus der evangelischen Kirche und Gemeinde Bad Hall in einem der Bereiche für die Asylwerber/innen. Im Herbst 2015 sind weitere Quartiere im "Alten Hotel Elise" eröffnet worden und auch ein Privatquartier ist dazu gekommen. Daher ist es so in Bad Hall, dass die Organisationen Volkshilfe, Diakoniewerk und Privatquartiergeber mit unserem Ehrenamtlichen Team zusammen arbeiten. 70 Personen (Familien, minderjährige Jugendliche, Einzelpersonen) haben ein Stück Heimat bei uns in Bad Hall gefunden.

 

 

Warten, hoffen, warten?!?

 

Wenn „Ehab“ erzählt, der mit seiner Frau und seinen zwei Mädchen (2,5 und 4 Jahre alt) von Syrien nach Österreich geflüchtet ist, wie sein Haus in einer großen Stadt in Syrien zerbombt wurde, läuft es mir kalt über den Rücken. Sie hatten großes Glück und wurden fast nicht verletzt und konnten flüchten. Das ist ein Schicksalsschlag von vielen Millionen Menschen auf der Welt, die gerade in Angst, Verfolgung, Kriegszustand leben müssen. Aber auch in unserem Land, gibt es Menschen, die haben Angst um ihre Existenz, Angst vor diesen Menschen, die Zuflucht, Schutz, Heimat in Europa, Österreich suchen. Ich kann von meiner Seite sagen, diese Angst ist unbegründet. Ich sehe es so, dass Menschen, die ihre Heimat, ihre Familie, Freunde verlassen, dies nicht unbegründet machen. "Wenn in einem Land Krieg herrscht, das eigene Leben gefährdet ist, Konflikte zwischen Gruppen immer wieder eskalieren, dann sind Menschen in ihrem Heimatland nicht mehr sicher“ sagt Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe." Bei uns in Bad Hall, werden die Flüchtlinge von der Volkshilfe, Diakonie und einem Ehrenamtlichen Team betreut und unterstützen die Menschen  Fuß zu  fassen. Wenn ich dich jetzt fragen würde, kannst du es dir vorstellen, dass du mit 5,50 Euro am Tag deinen Lebensunterhalt bestreiten musst, würdest du sagen, wie soll das gehen. Aber es ist so, mit diesem Geld müssen sie die Lebensmittel, Toilettartikel, Waschmittel und auch Gewand bezahlen. Zweimal im Jahr bekommen die Erwachsenen, eine Unterstützung von jeweils 50 Euro für Gewand. Dann hör ich von Menschen, „die sollen etwas arbeiten, mir wird auch nichts geschenkt“. Ich kann nur sagen, unsere Asylanten würden gerne arbeiten, egal was es ist. Aber sie dürfen von unseren Gesetzen nicht. Nach 3 Monaten können sie sich nur als Saison- oder Erntearbeiter bewerben. Arbeit ist aber auch zentrales Mittel für Unabhängigkeit, persönliche Freiheit, Selbstwert und Würde sowie psychische Gesundheit. Dies trifft auf alle Menschen zu, gilt aber für Menschen auf der Flucht ganz besonders, da sie sich oft in einer Ausnahmesituation befinden und traumatisiert sind. Oft wird auch gesagt, aber wo haben sie dann Markenkleidung und Handy her – ich kann nur sagen, dass unsere Mitbewohner und Bewohnerinnen im Pfarrhof das meiste Gewand von unserem Spendenlager haben und die Handys hatten sie schon bzw. haben sie sich hart erspart, weil das ist das einzige Kommunikationsmittel mit der Familie, Freunden/innen Kontakt zu halten. Wenn du Fragen hast zur Asylarbeit, dann melde dich, ich bin gerne bereit für ein Gespräch.

 

Ich bin stolz und immer wieder berührt, von allen Ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen, die sich für die Menschen einsetzen.Daher suchen wir Menschen, die sich in den verschiedensten Bereichen engagieren möchten zb. Deutschunterricht, Freizeitprogramm, Taxidienst usw. melde dich bei Elisabeth Seidlmann im Pfarrhof Bad Hall, wenn du mitarbeiten möchtest oder schreib ein mail an fluechtlingshilfe-badhall @ gmx.at

 

 

 

Elisabeth Seidlmann

 

Pastoralassistentin

 

 

 

Übernimm eine Patenschaft!!!

Im Quartier des Diakoniewerkes leben ca. 15 unbegleitete minderjährige Jugendliche, die alleine geflüchtet sind. Sie werden von Betreuern/innen vom Diakoniewerk betreut. Uns ist es wichtig, dass sie Kontaktpersonen hier in unserem Ort haben. Daher wurde das Projekt Patenschaft gefördert.

 

Eine Patenschaft ist der Aufbau einer längerfristigen und stabilen Beziehung eines Erwachsenen zu einem jungen Flüchtling mit konkreter Unterstützung im Alltag. Dazu zählen Aufgaben wie Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache oder Begleitung zu Behörden, gemeinsame Freizeitaktivitäten,  Unterstützung bei schulischen Problemen oder bei Fragen zu Ausbildung, Arbeit und Bildung. 

An oberster Stelle stehen jedoch emotionale Zuwendung, Zeit schenken, einfach 'da sein'  und einem jungen Menschen das Gefühl geben, nicht allein zu sein in einer neuen Umgebung unter meist sehr schwierigen Bedingungen.

Die Intensität des Kontaktes entwickelt sich im Rahmen der Auseinandersetzung miteinander und verändert sich natürlich auch. Ziel sollte jedoch sein, den Kontakt zum Jugendlichen kontinuierlich und längerfristig zu halten. Mind. 1 x Woche - 2 Stunden.

Mit der Entscheidung zu einer Patenschaft übernehmen Erwachsene eine längerfristige Verantwortung,  die aber auch eine große persönliche Bereicherung darstellt.

Um für diese, doch sehr  fordernde Aufgabe gut gerüstet zu sein, bietet die Diakonie eine kostenlose Ausbildung in Modulen an.

 Wenn du Interesse hast so eine Patenschaft zu übernehmen. Meld dich!!  fluechtlingshilfe-badhall @ gmx.at

 

 

Wir lieben, was wir tun. Diese Passion leben wir jeden Tag.


Du kannst uns jederzeit mit deiner Spende unterstützen. Die Asylwerber/innen brauchen immer wieder mal unsere Hilfe zb. für ein Busticket, Unterstützung für die Schule, dass wir auch einmal eine Freizeitbeschäftigung machen können, die Geld kostet usw.

Unser Spendenkonto ist bei der Volksbank Bad Hall

IBAN: AT614318030451010010  BIC: VB0EATWWBHA